Eigentlich kann man sagen, dass Würmer beim Hund schon fast zur Normalität geworden sind. Viele Hundebesitzer wissen es gar nicht, weil Sie sich nie mit diesem Thema auseinander gesetzt haben oder vielleicht sogar gar nicht wissen, dass viele Hunde davon betroffen sind. Aufklärung durch Züchter gibt es auch nicht immer.
Also was sind Bandwürmer, woher kommen sie, wie werden sie übertragen und wie kann man sie bekämpfen?
Bandwürmer sehen aus wie gekochte Spaghetti oder weiße dünne Fäden. Im Kot sind sie eigentlich sehr gut zu erkennen, wobei zu sagen ist, dass die Fäden im Kot nicht die eigentlichen Würmer sind, sondern Bandwurmglieder, die der Bandwurm absichtlich abgelegt hat, um darin Eier zu platzieren. Wichtig ist noch zu sagen, dass diese Parasiten meherer Stationen brauchen, um sich zu vermehren. Sie brauchen mindestens einen Zwischenwirt (Mäuse, Insekten, Flöhe) und einen Endwirt, um ihren Lebenszyklus zu durchlaufen. Die Zwischenwirte sind auch meistens die Überträger. Der Endwirt ist der Hund oder die Katze.
Die Übertragung ist recht einfach. Ein Hund setzt Kot ab, die Eier werden unsichtbar und verlieren Ihre Hülle. Ein anderer Hund frisst diesen Haufen (was oft mangelnde Vitamine im Körper des Hundes sind) und die Eier sind dann nach einiger Zeit in seinem Darm. Dort wachsen sie heran und legen wieder Eier ab. Das nennt sich direkte Übertragung. Dann gibt es noch die Zwischenwirtübertragung. Diese passiert dann, wenn ein Hund ein Wildtier jagt und frisst oder Flöhe hat/hatte. Das infizierte Tier überträgt die Eier und Bandwürmer auf den Hund oder die Katze. Freilaufende Katzen sind sogar häufiger betroffen, als Hunde, da sie Jäger sind und meist jeden Tag eine Maus fressen.
Bandwürmer sind an sich nicht dramatisch, aber sollten auf jeden Fall behandelt werden. Bei Welpen allerdings können Würmer sogar Lebensgefährlich sein. Beim Kauf eines Welpen sollten Sie sich auf jeden Fall bescheinigen lassen, dass er ein-oder mehrmals entwurmt wurde. Viele Züchter geben es an, aber haben es nicht gemacht. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, den Hund/Welpen nach dem Kauf direkt zu entwurmen, einfach um sicher zu gehen, dass kein Befahl vorhanden ist.
Da unserer Lieblinge jeden Tag mit anderen Hunden zusammentreffen und vor allem mit ihren Hinterlassenschaften wird von Tierärzten empfohlen einmal im Jahr zu entwurmen. Bei Junghunden sogar mehrmals im Jahr. Viele Hundepensionen wollen mittlerweile eine dreimonatige Entwurmung, einfach um die Verbreitung zu unterbinden, was ich persönlich sehr ratsam finde. Unsere Hündin wird auch alle 3 Monate entwurmt.
Es ist übrigens auf keinen Fall schädlich seinen Vierbeiner so oft zu entwurmen. Mittlerweile gibt es Wurmkuren, die nur aus einer Tablette bestehen, die der Hund mit ins Futter bekommt. Dann gibt es noch Dreitageskuren, je nach Gewicht des Hundes wird eine Tablette pro Tag, an drei aufeinanderliegenden Tagen mit ins Futter gegeben. Dieses Jahr haben wir auch eine neuer Behandlung für unsere Katzen bekommen, bei denen es weitaus schwieriger ist eine Tablette zu füttern. Dieses Mittel wird wie Frontline in den Nacken der Katze getreufelt und fertig. Finde ich eine tolle Erfindung. Übrigens müssen auch Hauskatzen entwurmt werden, gerade dann, wenn auch Hunde mit im Haus leben, da Hunde auch ohne Kotablage Katzen anstecken können, wenn sie ihnen zum Beispiel übers Gesicht lecken.
Vom Bandwurm befallene Hunde zeigen in der Regel keine Symptome. Man sieht nur ab und zu die Bandwurmglieder im Kot. Deshalb sollte man auch vorsichtshalber Wurmkuren machen, ohne einen Befall festgestellt zu haben. Wir Menschen können uns nicht direkt mit Bandwürmern infizieren, nur mit Bandwurmeiern, die man nicht sehen kann, wie die des Fuchsbandwurms und des Hundebandwurms. In diesem Fall einfach mal den Hausarzt fragen.
Gurkenkernbandwurm
Der Gurkenkernbandwurm hat seinen Namen von seinem Äußeren. Seine Bandwurmglieder sehen aus wie aneinandergereihte Gurkenkerne. Viele Hundehalter denken, dass ihr Hund mit dem Hundebandwurm befallen ist. Das stimmt allerdings nicht immer. In den meisten Fällen leiden Hunde unter dem Gurkenkernbandwurm oder dem Fuchsbandwurm. Der Zwischenwirt des Wurms ist der Floh. Die Übertragung geschieht, wenn der Hund Flöhe hat und einen infizierte Floh frisst. Auch hier hilft eine Wurmkur vom Tierarzt.
Hunde- und Fuchsbandwurm
Der Hundebandwurm ist im südlichen und östlichen Europa häufiger vertreten und der Fuchsbandwurm in Mitteleuropa und damit auch in Deutschland. Beide Würmer befallen Hunde, Katzen und Füchse als Endwirte. Als Zwischenwirte gelten auch hier meistens Nagetiere. Wir Menschen können zu Fehlwirten werden, übernehmen also die Rolle eines Nagetieres. Grundsätzlich ist die Ansteckung gesundheitsschädlich, kann auch beim Fuchsbandwurms tödlich enden, doch meistens kommt es zu keiner Infektion, da in einem Fehlwirt (Menschen), die Entwicklung des Wurms nicht vollständig ablaufen kann und sie absterben. Trotzdem muss ein Mensch bei Befall und auch bei Symptomlosikkeit von einem Arzt behandelt werden.
Ich hoffe Sie haben nun genug Informationen über dieses Thema. Ansonsten einfach Nachfragen.